Gerechnet wird brutto, pro Kalenderjahr
Laut § 6 Abs. 1 Z 27 UStG liegt die Grenze bei € 55.000 Umsatz im Kalenderjahr, brutto gerechnet.
Nicht netto, gezählt vom 1. Jänner bis 31. Dezember.
Die Grenze gilt pro Kalenderjahr, BuchhaltGenie zählt deinen Umsatz mit.
€ 38.500
Hinweis in der App
€ 55.000
Grenze
€ 60.500
Ende der Toleranz
Die kurze Antwort
Bis € 55.000 Umsatz im Jahr, brutto gerechnet, schreibst du Rechnungen ohne Umsatzsteuer, wenn du im Vorjahr nicht drüber lagst. Bis € 60.500 bleibst du bis Jahresende befreit. Darüber ist schon der Umsatz steuerpflichtig, mit dem du drüber kommst.
Von Bernhard Götzendorfer, Stand:
Allgemeine Information, keine Steuerberatung.
Als Kleinunternehmer bist du von der Umsatzsteuer befreit. Du weist sie auf deinen Rechnungen nicht aus. Die Befreiung gilt für Umsätze, die in Österreich steuerbar sind. Die Grenze rechnest du brutto: Du zählst deine Umsätze mit dem vollen Betrag und rechnest keine Umsatzsteuer heraus.
Verkaufst du an Kundschaft in anderen EU-Staaten, kommt es darauf an, an wen. Eine Dienstleistung an ein Unternehmen dort läuft in der Regel über Reverse Charge: Dein Kunde schuldet die Steuer, du weist keine aus. Eine Dienstleistung an Privatpersonen ist in der Regel dort steuerbar, wo du dein Unternehmen hast. Fällt in einem anderen EU-Staat trotzdem Steuer bei dir an, kannst du seit 2025 auch dort als Kleinunternehmer befreit sein. Dafür liegt dein Umsatz in der ganzen EU im laufenden und im vorigen Jahr bei höchstens € 100.000, und du bleibst unter der Grenze des anderen Staates. Du beantragst das vorab über FinanzOnline, bekommst eine eigene Nummer mit der Endung EX und meldest deine EU-Umsätze jedes Quartal. BuchhaltGenie zählt den EU-weiten Umsatz derzeit nicht mit. Frag dazu im Zweifel deine Steuerberatung.
Trag deinen Jahresumsatz ein.
Befreit
€ 30.000
Dieser Umsatz liegt unter der Grenze von € 55.000. Befreit bist du, wenn du auch im Vorjahr nicht drüber lagst. Dann kommt auf jede Rechnung der Hinweis auf die Befreiung.
Die Hochrechnung schätzt deinen Umsatz bis Jahresende aus den erfassten Zahlen.
Hochrechnung bis Dezember
Grenze € 55.000
Hinweis ab 70 % der Grenze
| Bis € 55.000 | Befreit. Brutto, gezählt vom 1. Jänner bis 31. Dezember. |
|---|---|
| € 55.000 bis € 60.500 | Befreit bis Jahresende, auch für den Umsatz, mit dem du drüber kommst. |
| Über € 60.500 | Schon dieser Umsatz ist steuerpflichtig, und jeder danach. |
Laut § 6 Abs. 1 Z 27 UStG liegt die Grenze bei € 55.000 Umsatz im Kalenderjahr, brutto gerechnet.
Nicht netto, gezählt vom 1. Jänner bis 31. Dezember.
Überschreitest du die Grenze um höchstens 10 %, also bis € 60.500, bleibt die Befreiung bis Jahresende. Auch für den Umsatz, mit dem du über die Grenze gekommen bist.
Die Toleranz gilt nur für das laufende Jahr. Im Jahr danach bist du nicht befreit. Liegst du in diesem Jahr wieder bei höchstens € 55.000, bist du ab dem 1. Jänner darauf wieder befreit.
Kommst du über € 60.500, fällt die Befreiung ab diesem Zeitpunkt weg. Steuerpflichtig ist schon der Umsatz, mit dem du darüber kommst, und alles danach.
Nicht erst der nächste Umsatz, sondern schon dieser.
Was du vorher im selben Jahr umgesetzt hast, bleibt befreit: die Befreiung entfällt nicht rückwirkend.
Die Befreiung hängt seit 2025 auch am Vorjahr: Wer 2025 über der Grenze war, ist 2026 nicht befreit, selbst wenn der Umsatz 2026 wieder darunter liegt. Ab dem Folgejahr gilt dann die Regelbesteuerung.
Das ist der Grund, warum der November wichtiger ist als der Jänner: Wer im November sieht, dass er zuläuft, hat noch eine Entscheidung.
2025
Umsatz über € 55.000
2026
Nicht befreit, auch wenn der Umsatz sinkt
2027
Wieder befreit, wenn 2026 höchstens € 55.000 waren
Umsatzsteuerfrei – Kleinunternehmer gem. § 6 Abs. 1 Z 27 UStG
Einen festen Wortlaut schreibt das Gesetz nicht vor.
BuchhaltGenie setzt beim Ausstellen diesen Hinweis. Steht auf einer befreiten Rechnung trotzdem ein Steuerbetrag, bricht das Ausstellen ab.
Für Rechnungen an Kundinnen und Kunden in Österreich brauchst du keine. Eine UID-Nummer brauchst du, sobald du Firmen im EU-Ausland etwas verrechnest. Auch wenn du dort einkaufst, etwa Werbung bei Google oder Meta, kann sie nötig sein. Du beantragst sie beim Finanzamt. Auf Rechnungen an EU-Firmen gehört auch die gültige UID deines Kunden. BuchhaltGenie prüft beide auf das Format des jeweiligen Landes. Die Zusammenfassende Meldung für solche Umsätze gibst du derzeit noch selbst beim Finanzamt ab.
Wer befreit ist, gibt in aller Regel keine UVA ab. Kaufst du aber Leistungen im EU-Ausland ein, etwa Werbung bei Google oder Meta, schuldest du die Umsatzsteuer darauf selbst. Du zahlst sie bis zum 15. des zweiten Monats nach dem Quartal. Fällt die Befreiung weg und gibst du die UVA selbst ab, brauchst du Pro. Macht das deine Steuerberatung, reicht Basis.
Bis € 60.500 schreibst du heuer weiter Rechnungen ohne Umsatzsteuer, gibst für das Jahr aber eine Umsatzsteuererklärung ab und stellst ab 1. Jänner um. Darüber ist schon der Umsatz steuerpflichtig, mit dem du über € 60.500 kommst.
Eine ausgestellte Rechnung wird nicht gelöscht, sondern storniert; die Stornorechnung bleibt Teil deines Nummernkreises. Hast du die Rechnung an ein Unternehmen gestellt, schuldest du die ausgewiesene Steuer dem Finanzamt, bis du die Rechnung gegenüber deinem Kunden berichtigst (§ 11 Abs. 12 UStG). Bei Rechnungen an Privatpersonen klärt deine Steuerberatung, was gilt.
Das entscheidest du. BuchhaltGenie erklärt die Regeln und rechnet mit, es berät nicht. Für verbindliche Auskünfte ist deine Steuerberaterin oder dein Steuerberater zuständig. Oder das Gründerservice der Wirtschaftskammer in deinem Bundesland.

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